Helene und Hilde wohnen im gleichen Haus, wenn auch in verschiedenen Wohnungen. Das Zusammenleben der beiden über 70-jährigen Schwestern gestaltet sich zunehmend schwierig und endet in einer Tragödie, denn eine bringt die andere um! Niemand scheint etwas gesehen zu haben. Wirklich niemand? Nun ja, ausser den vier Hühnern gibt es keine Zeugen…
Erster Eindruck: Das Cover ist wirklich witzig gestaltet – gefällt mir ausgezeichnet!
Die Geschichte wird aus Sicht der Schwestern und aus Sicht der Hühner (Überraschung!) erzählt.
Helene und Hilde – zwei grundverschiedene Schwestern. Helene war nie verheiratet und hat sich die letzten Jahre um ihre demenzkranke Mutter gekümmert, die mittlerweile verstorben ist. Hilde ist verwitwet und daher zu Helene ins Haus gezogen. Helene hat mir gut gefallen, aber Hilde konnte nicht gross Sympathiepunkte sammeln, wobei sie mir auch leidgetan hat, wie sie so verbittert auf ihr Umfeld blickte. Die tierischen Protagonisten waren zwei Amrocks und zwei Sundheimer. Alles klar? Selbstverständlich „musste“ ich diese beiden Hühnerrassen googeln. Die Sundheimer „I bin e g’fährdete Rass!“ haben mir dabei ein bisschen besser als ihre amerikanischen Kolleginnen gefallen, aber das müssen wir den Amrocks ja nicht auf den Schnabel binden.
„Mir müsse zammehalde, des isch die beschde Daggdigg.“
Für mich war es das erste Buch der Autorin, insofern habe ich keine Vergleichsmöglichkeiten. Leider hat mir die Geschichte nicht so gut gefallen wie erhofft. Ich habe gedacht, dass „Chicken Impossible“ wirklich eine witzige Krimödie werden würde, aber dann wurde es für mich eher eine „Mission Impossible“. Es war von Anfang an bekannt, dass eine der beiden Schwestern die andere umbringt. Doch es wurde erst sehr spät wirklich bekannt, wer wen umgebracht hat. Dies fand ich sehr gut gelöst. Die Dialektpassagen der Sundheimer oder der berlinernden Helene waren zwar amüsant, aber so zahlreich, dass sie für mich, die weder des Schwäbischen noch des Berlinerischen mächtig ist, zunehmend ermüdend wurden. Zudem war die Geschichte mit 320 Seiten einfach deutlich zu lange. Von mir gibt es leider nur 2 Sterne, schade.