Es ist definitiv nicht einfach, sich mit sich selbst zu beschäftigen. Denn wir leben in einer Welt, wo negative Gefühle und negatives Verhalten nicht akzeptiert wird. Also schlucken wir alles runter, verstellen uns, erzählen uns selbst Lügen um besser damit klar zu kommen. Doch genau das manipuliert unser Leben. Wir werden unglücklich, kennen uns selbst nicht mehr und uns geht es immer schlechter. In diesem Buch wird aufgezeigt, wo die Schattenbildung beginnt, wie dies dein Leben beeinflusst und wie du da wieder herauskommst. Vielen lieben Dank an dieser Stelle für das Rezensionsexemplar.
Als erstes möchte ich sagen, dass die Sprache sehr einfach gehalten ist und es sich nicht unbedingt wie ein Sachbuch liest. Wir werden nicht von wissenschaftlichen Begriffen überflutet, die Autorin fängt stattdessen langsam mit dem Thema an und führt uns durch das ganze Buch. Einfache Skizzen, Grafiken und Illustrationen begleiten uns dabei und lassen uns besser das Gesagte verstehen. Insgesamt beinhaltet das Buch 4 Teile mit jeweils 3 Kapiteln und jedes lässt sich schnell und verständlich durchlesen.
Im ersten Teil wird erklärt, wie die Schattenbilder entstehen. Also wenn wir Kinder sind und was mit uns passiert, wenn unsere Bedürfnisse nicht gestillt werden. Das ist individuell und je nach Familie erlebt jedes Kind was anderes und geht anders damit um. Es passt sich an und entwickelt seine ersten Schattenbilder. Im zweiten Teil wird erklärt, wie die Schattenbildung sich auf unser Leben auswirkt, wie wir langsam an uns selbst zweifeln und unsere Schattenkonzepte entstehen. In Teil 3 werden die ganzen Dramen in unserem Leben erklärt, was die Ursachen und Auslöser sind wie wir damit umgehen, um uns zu schützen. Und im letzten Teil lernen wir, wie wir mit dem Schattenkind zusammen arbeiten, falsche Projektionen auflösen und anfangen uns selbst besser zu verstehen und akzeptieren.
In jedem Teil gibt es auch Selbstreflexionsfragen und Übungen. Diese waren für mich persönlich sehr hilfreich, die eine oder andere Frage hat mich sogar ziemlich getriggert. Man muss also bereit sein, sich mit sich selbst zu beschäftigen. Es wird nicht von heute auf morgen besser, es ist harte Arbeit die Zeit in Anspruch nimmt. Ich finde daher, man kann das Buch immer und immer wieder aufschlagen, sich die Fragen stellen und auch die Übungen machen, wenn man das will.
Es ist sehr gut aufgebaut. Man verstehen worum es geht und die Autorin lädt uns ein mitzumachen, wenn wir es wollen. Ich persönlich konnte einiges davon mitnehmen und es gab den einen oder anderen “AHA-Moment”. Für mich ein sehr schönes Buch, von aussen wie von innen. Grosse Leseempfehlung!