In einer knappen Sprache geschrieben, allerdings gar nicht einfach, auch nicht was das Thema anbelangt.
Paul ist unheilbar krank. Auf dem Buchrücken steht, dass er noch zwei Tage zu leben hat. Die Geschichte beginnt dann und mit der Aufführung eines Konzerts, zu dem er ein Stück beigetragen hat und das in seiner Gegenwart ausgebuht wird. Ob sein Leben mit dem Ablauf dieser zwei Tage endet, möchte ich hier dahingestellt lassen. Er bricht jedenfalls auf, lässt seine Frau zurück und geht in ein Anwesen nahe am Meer. Dort trifft er auf eine Frau, eine sehr schöne Frau, mit der er Bekanntschaft macht.
Die Ereignisse sind unerwartet, weder sprachlich noch inhaltlich einfach zu lesen. Die Geschichte ist nicht spannend im allgemeinen Sinn. Ich bin gerne am Lesen dran geblieben, weil es mich sowohl in eine Unwirklichkeit entführt hat, als mich auch auf essentielle Fragen aufmerksam gemacht hat. Das Leben, die Liebe, Anerkennung, Krankheit, das Bewusstsein um die Vergänglichkeit. Ausserdem habe ich gerne wieder einmal ein Buch in französischer Sprache gelesen, einer Sprache, die sicher als literarisch und nicht als unterhaltend einzuordnen ist.
- Ils traversent les voies. Il n’y a pas de passage souterrain. Peur du vide, vertige. Parallèles qui soi-disant se joignent à l’infini. Rails, lames, lignes. Fuites d’acier chauffé à bland.
- Paul dégringolait avec lenteur la pente de la plage. Il descendait vers l’eau. Di fait du sable instable, sa démarche était maladroite, malhabile, hésitante, indécise, imprécise. Son désir par contre, son désir de rejoindre le tissu, la couleur, le gris clair très rare, était franc, solide.
- Mais oui. Inutile de crier comme ça. Bien sûr qu’il y a quelqu’un. Qu’est-ce que vous croyez? Il y avait Paul. Ce qu’il en restait.