Das Männerbild, das Keegan zeichnet, ist ziemlich deprimierend: da ist Cathal, der sich eine Frau anlächelt, sie heiraten will, und dann erschrickt, dass sie mit in seinen Augen ziemlich viel Zeug bei ihm einzieht, ja, dass sie eine eigene Persönlichkeit ist und nicht nur ihn bedienen und das Maul halten will. Das ist eindeutig zu viel für ihn, so hat er sich’s nicht vorgestellt. Klar, dass er ihre Frage nicht versteht, ob irische Männer wirklich so seien. Feinsinnig beschreibt Keegan einen Mann, der die Chance verpasst, sein Leben zu gestalten, die Gelegenheit zu packen, sich selbst in Bewegung zu bringen, etwas jenseits des tristen Büroalltags zu unternehmen.
Dass er an den Kirschen nur bemängelt, wie teuer sie seien und nicht fähig ist, den Kern der liebesroten Frucht zu sehen, den sie herausschält und ihm ein feines Gebäck vorsetzt, das er nicht zu geniessen weiss, ist ein wunderbares Bild, das die Verschiedenheit ihrer beiden Welten aufzeigt.
Die kurze Novelle ist nüchtern geschrieben, trocken, man sieht diesen uninteressanten Mann vor sich, dessen grösstes Vergnügen schliesslich ist, die Socken auszuziehen und auf den Boden fallen zu lassen.
Bitterscharf, leider zu oft allzu wahr.