Furlong lebte als Kohlenhändler im irischen Städtchen mit Frau und fünf gelungenen Töchtern, war zufrieden, da sie es im Vergleich zu andern recht hatten. Die Armut der andern zu sehen bedrückte ihn, er hatte ein gutes Herz, er selbst war als Kind einer Magd zu seinem Glück von der Hausdame nicht verstossen, sondern angenommen worden. Im Dorf gab es ein Kloster mit Schule, daran angegliedert eine Magdalenenwäscherei. Man munkelte, dort würden «gefallene Mädchen» schrecklich gehalten, nachdem man ihnen ihr Kind weggenommen hatte. Als Furlong Kohle ins Kloster liefern muss, macht er im Kohlenkeller eine schreckliche Entdeckung. Zuerst verschliesst er die Augen, aber dann, soll er handeln? Kann er je wieder glücklich sein?
Der kurze Roman greift unspektakulär die damalige Zeit auf und benennt ein Problem, das noch bis vor kurzem totgeschwiegen wurde: das Versagen von Staat und Kirche bei der Versorgung von ledigen Müttern, die Verbrechen, die hinter hohen Mauern versteckt wurden. Bescheiden und eindrücklich beschrieben, mit einem intensiven Nachklang.