Das Buch beginnt mit einer Nachricht an den Verleger, dass er seinen Besuch nicht machen werde, weil er am Bahnhof eine Frau getroffen hat. Daraus ist eine Liebe entstanden und der Plot zu diesem Buch. Dieser Einstieg mutet vielversprechend an. Der Roman ist so konstruiert, dass die beiden, Tim und Irina via Fax in Kontakt stehen. Irina gibt Tim jeweils kurze Anweisungen für das nächste Kapitel. Tim schreibt dieses Kapitel, übermittelt es via Fax. Es gibt kurze Antworten/Reaktionen zwischen den beiden und daraus ergeben sich auch die Bedingungen/Umstände zum nächsten Kapitel.
Damit hat es sich für mich aber schon an Reizvollem. Eigentlich absurd - es geht in den Kapiteln hauptsächlich, ja fast nur um Erotik und um Sex geht. Vielleicht fand ich es gerade deshalb sehr platt. Auch die erotischen Phantasien schienen mir wenig phantasievoll. Natürlich sind die Personen ein wenig charakterisiert. Allerdings gibt es keine Tiefe und ich kann keinen Gewinn mitnehmen aus dieser Lektüre.
An Tim: Claudia ist eine gute Freundin, mehr ist da nicht. Wollte dich nur etwas ärgern, fühle mich in den letzten Tagen wie Dunja im ersten Brief, leer und sehnsüchtig und ganz unanständig lüstern. Deinem Text hat es nicht geschadet, habe ihn mit Vergnügen gelesen.