Als Hochzeitsplanerin in einem Luxushotel ist Sophie allerhand Launen von Bräuten und Brautmüttern gewohnt. Aber als sie die Hochzeit einer Freundin verschieben soll, um einer verwöhnten Kundin entgegenzukommen, kann sie dies nicht mit ihrem Gewissen vereinbaren – und kündigt! Kein Job, was nun? Ihre verstorbene Grossmutter hat ihr wertvolle Teeservices hinterlassen und einen Laden gekauft. Sophie soll ihrer gemeinsamen Leidenschaft, dem Porzellan, frönen und ein Geschäft in Briar Glen eröffnen. Als sie ein aussergewöhnliches Teeservice mit einem geheimnisvollen Brief von einer ihr unbekannten Frau erhält, ist ihre Neugier geweckt. Xander, Keramikexperte und Auktionator, soll ihr bei den Recherchen helfen…
Erster Eindruck: Ein stimmungsvolles Cover – gefällt mir.
Die Geschichte wird auf mehreren Zeitebenen erzählt: Gegenwart sowie ab 1900 bzw. ab 1970. Der Wechsel der Zeiten ist jeweils gut angegeben.
Sophie hat mir gleich gut gefallen, da sie – Luxushotel hin, Luxushotel her – für ihre Überzeugungen einsteht und sich nicht von verwöhnten Bräuten auf der Nase rumtanzen lässt. Die Konsequenz, dass sie kündigt, hat sie dann zu tragen. Bravo, Sophie! Beim Ausräumen des Hauses der vor kurzem verstorbenen Grossmutter mütterlicherseits findet sie wunderschöne Teeservices und erfährt, dass ihre Oma ihr tatsächlich einen Laden für die Eröffnung eines Porzellangeschäfts gekauft hat. Woher hatte ihre Oma diese wertvollen Garnituren? Und wieso hat sie ihr einen Laden gekauft? Im Gespräch mit der Vorbesitzerin des Ladens erfährt sie weiter, dass ihrer Oma sehr wichtig war, dass es ausgerechnet dieses Geschäft sein sollte. Wieso genau dieses? Sophie und ihre Mutter stehen vor einem Rätsel. Das Rätsel wird noch grösser als eine ihr unbekannte Frau eine Kiste mit einem aussergewöhnlichen Teeservice abgibt und einfach verschwindet. Xander, eine Koryphäe auf dem Gebiet der Keramik, soll Sophie helfen, Licht ins Dunkel zu bringen…
„Die blaue Rose steht für Träume, die vielleicht niemals wahr werden, beziehungsweise für Dinge, die über das menschliche Fassungsvermögen hinausgehen.“
Es hat mich sehr berührt, über die gemeinsame Leidenschaft von Oma und Enkelin zum Porzellan zu lesen. Als Leser:in erfährt man einiges über die Grossmutter, was die Protagonisten in der Geschichte nicht wissen. Das hat mir den einen oder anderen Seufzer entrissen. Die 400 Seiten waren im Nu ausgelesen und ich war doch etwas traurig, als die letzte Zeile beendet war. Nach dem Lesen der Geschichte erscheint mir das Cover jedoch unpassend. Von mir gibt es 5 Sterne.