Nach mehreren schweren Schicksalsschlägen zieht sich Simon Dorn aus seinem Beruf als Kriminalpsychologe zurück und zieht sich in das leerstehende Hotel Dornwald zurück. Dort beginnt er gemeinsam mit Karla Hofbauer, die im Bundeskriminalamt Wien das Cold Case Management betreibt, an ungelösten Fällen zu arbeiten. Doch als Karla ermordet wird, nimmt die junge Kriminalpolizistin Lea Wagner die Ermittlungen auf. Bald kreuzen sich ihre Wege mit denen von Simon, und gemeinsam versuchen sie, das komplexe Rätsel um den Mord von Karla zu lösen.
„Dorn“ war mein erster Roman von Jan Beck, und ich bin absolut begeistert!
Der Autor versteht es meisterhaft, eine beklemmende und mitreißende Atmosphäre zu schaffen. Besonders die geschickt platzierten Cliffhanger an den Kapitelenden sorgen dafür, dass die Spannung von der ersten bis zur letzten Seite aufrechterhalten wird. Die kurzen, prägnanten Kapitel machen den Thriller unglaublich dynamisch und verleiten dazu, immer weiterzulesen.
Besonders gelungen fand ich die Erzählweise: Durch die unterschiedlichen Handlungsstränge erhält man nicht nur tiefere Einblicke in die Gefühls- und Gedankenwelt der Protagonisten, sondern auch in die komplexe Entwicklung der Handlung. Simon Dorn und Lea Wagner sind als Charaktere hervorragend ausgearbeitet und überzeugen durch Tiefe und Authentizität.
Die Schauplätze, die sich zwischen Deutschland und Österreich erstrecken, bringen eine zusätzliche Spannungsebene mit sich, da die Ermittlungen grenzüberschreitend verlaufen. Das Hotel Dornwald als Schauplatz ist ein genialer Einfall – es wirkt nicht nur geheimnisvoll und düster, sondern bildet auch den perfekten Rückzugsort für den gebrochenen Kriminalpsychologen. Diese Idee war für mich erfrischend und originell.
Insgesamt ist „Dorn“ ein packender und temporeicher Thriller, den ich wärmstens weiterempfehlen kann. Ich hoffe sehr, dass es weitere Geschichten um Simon Dorn und Lea Wagner geben wird – diese beiden Figuren haben definitiv Potenzial für mehr!