Ich habe dieses Buch zum zweiten Mal gelesen für meinen Bücherclub. Von der ersten Lektüre ist nur ein sepiafarbener Eindruck geblieben und dass es schön war, ans Herz ging und irgendwie ganz viel mit dem Thema Gemeinschaft zu tun hatte. Auch beim zweiten Mal fand ich dieses Buch vortrefflich. Die Story ist echt rührend, Figuren wie Selma oder der Optiker wachsen einem ans Herz und die Sprache von Leky ist schlichtweg genial. So viele tolle Metaphern, so viele tolle Vergleiche, so wunderschöne Sprachbilder, die es einfach auf den Punkt bringen. Besonders hat mir gefallen wie Gefühle oder das menschliche Unbewusste immer wieder personifiziert werden. Das macht Emotionen so toll verständlich. Und dabei ist das Buch aber nicht kitschig!!! Das Besondere in diesem Buch liegt in der kleinen Geste, nicht im großen Getöse. Inhaltlich hat mir sehr an dem Buch gefallen, dass alle Personen sich anscheinend so nehmen können, wie sie sind. Mit all ihren Ecken und Macken. Dadurch ist der Westerwald für mich richtig zum Sehnsuchtsort geworden. Ungeschlagen sind auch die angefangenen Liebesbriefe des Optikers an Selma. Schon deshalb lohnt sich die Lektüre des Buches.