In einem Drei-Generationen-Haushalt der indischen Oberschicht haben sich Bruder und Schwester die Befreiung der Mutter zum Ziel gesetzt und sind doch selbst gefangen.
Die Geschichte spielt zwischen den 60er und 80er Jahren und die Dynamik dieser indischen Familie an der Schwelle der Moderne wird hier wunderbar lebendig erzählt. Ein intensiver, manchmal wehmütiger Blick auf die Kindheit, die verschiedenen Rollenbilder, die beinahe symbiotische Verbindung zur Mutter und die sehr schmerzhafte Ablösung.
Die Generationenkonflikte und Ablösungsprozesse spielen sich wahrscheinlich in den meisten Kulturen so oder ähnlich ab, in dieser Geschichte empfand ich die Auseinandersetzung damit jedoch besonders eindringlich geschildert. Hat mir sehr gut gefallen!