Das passiert selten - dass ich ein Buch in einem Rutsch durchlese: Scythe hat es geschafft mich zu fesseln.
Ich fand die Idee, die Umsetzung und den Plot einfach fantastisch. Neal Shusterman’s Schreibstil ist packend und er vermag mit der richtigen Mischung aus Spannung, Charakterwachstum und moralischen Konflikten den Leser in den Bann zu ziehen.
Das Buch war anders, als ich erwartet hatte. Statt eines hoffnungslosen Dystopie-Settings gab es eine Ideologie mit einer allmächtigen KI und glücklichen Menschen. Der einzige Haken: Die Unsterblichkeit. Der mentale Wandel der menschlichen Gesellschaft wurde gut beschrieben, was es noch heisst zu sterben oder eben nicht und auch die letzte “Religion” hat einen spannenden Aspekt aufgezeigt.
Unsere beiden Hauptprotagonisten waren zudem sehr sympathisch - ich konnte mich gut in sie hineinversetzten, habe mitgefiebert und mich regelmässig gefragt: Was würde ich wohl tun? Auch gegen Ende habe ich die ein oder andere Träne aus Unglauben verdrückt und bin somit gespannt auf die nächsten Teile.
Das Buch in in zwei Perspektiven geschrieben mit Tagebucheinschüben am jeweiligen Anfang des Kapitels - welche sogar noch Überschriften haben (wo findet man das noch?).