(Inhalt vgl. Cover)
Das Buch habe ich aufgrund des Titels gewählt - die Illustration sprach mich nicht besonders an, obwohl sie absolut passend zur Geschichte ist. Den Plot fand ich interessant, ebenso den Austausch über die verschiedenen Klassiker und die sich gegenseitig gestellten Fragen.
Etwas schwierig und den Lesefluss zumindest in den Anfängen hemmend empfand ich das hin und her, die Zwiesprache mit Bonnie. War das jetzt Vergangenheit oder Gegenwart? Den Spannungsaufbau fand ich gelungen, auch wenn das Ende vorhersehbar war. Wichtige und (zu)viele Themen wurden angesprochen, aber leider zuwenig vertieft behandelt (Suche nach dem Sinn des Lebens, Schuldgefühle, Existenzängste, Zwänge, Selbstmitleid, Betreuung der Eltern und damit verbunden die Verantwortungsübernahme über das gesunde Mass hinaus, Trauerbewältigung, Vergebung). Das Ende der Geschichte fand ich zu abrupt und sinngemäss “alles in Butter”.
Mit Erin wurde ich nicht warm. Meiner Meinung nach hat sie sich zu sehr in Selbstmitleid gesuhlt, dramatisierte, war stur - einfach anstrengend. Mit den Fragen/Antworten von James hat sich die Figur ein wenig entwickelt. James’ Verhalten fand ich im Umgang mit Erin wenig realistisch.
Insgesamt empfand ich die Geschichte etwas zu konstruiert (Geheimnis um ein Vorkommnis während der Schulzeit, die Geduld von James). Aber die Idee für diesen Debütroman fand ich einmalig!