Die Transporte über die alte Gotthardpassstrasse mit Pferd und Wagen war immer ein grosses Risiko speziell im Winter. Da war der Plan für einen Tunnel eine wertvolle und wichtige Idee.
Die Göschener waren aber gespalten, was diesen Bau anbelangt. Speziell auch die beiden Fuhrhalter von Göschenen. Der eine war dafür und sah, dass diese moderne Art des Transportes auch viele Vorteile bringt und man mit dem Fortschritt gehen muss. Der andere hingegen war komplett da gegen und sah nur, dass er durch diesen Tunnel seine Existenz gefährdet sein könnte. Die Kinder der beiden Fuhrhalter sollten einmal heiraten und die beiden Fuhrhalterein zu einer grossen zusammen tun.
Um dieses riesige Bauvorhaben verwirklichen zu können brauchte es viele Arbeitskräfte und die fand man in hülle und fülle in Italien. Jedoch waren diese Gastarbeiter bei den meisten Göschern nicht wirklich gern gesehen. Innert kürzester Zeit hatte das beschauliche und kleine Göschenen mehr als doppelt so viele Einwohner. Sie brachten ihre eigenen Lebensmittel, Lebensweisen und vielfach auch die Familien mit nach Göschenen. Denn der Bau würde ja nicht in einem Tag fertig sein.
Es blieb nicht aus, dass es auch Liebschaften und Streitereien zwischen Göschenern und Italienern gab. Auch die Arbeitsbedingungen war mehr schlecht als gut. Es war ein Ausbeuten und dafür müsste man sich eigentlich heute noch schämen. Zum Teil waren es wirklich menschunwürdige Bedingungen.
Auch wenn die Geschichte eine fiktive ist, so hat sie doch sehr viel Realität in sich und stimmt sehr nachdenklich, wie man früher und wohl auch heute noch oft mit Gastarbeitern umgegangen ist, resp. umgeht.
Ein sehr empfehlenswertes Buch das regelrecht zu einem Pageturner mutiert.