Schon beim Lesen der ersten Seiten ist mir die Protagonistin ans Herz gewachsen. Eine starke, ehrliche Frau mit einem großen Gerechtigkeitssinn, die sich für die Schwachen einsetzt, zumeist Frauen, die sie als Hebamme, aber auch als Freundin brauchen. Wir begleiten Martha im Jetzt 1789 und es werden Rückblenden eingeschoben, die zeigen, wie sie ihren liebevollen Mann vor 35 Jahren kennengelernt hat und wie sie zu dem Beruf Hebamme kam. Die Bilder, die die Autorin heraufbeschworen hat, durch ihren ausdrucksvollen und emotionalen Schreibstil, schwirren noch immer in meinen Gedanken umher. Ich habe beim Lesen geweint, geschmunzelt und war erfullt von Herzlichkeit und Wärme. So langsam wie dieses habe ich selten ein Buch gelesen, denn ich wollte nicht, dass es endet. Sehr gelungen, zauberhaft und magisch fand ich die Erscheinung und Bedeutung des Fuchses in dieser Geschichte. Meine Intuition, dass diese Wesen etwas ganz besonderes sind, hat sich wieder einmal bestätigt.
Für mich ein Roman mit einer unglaublichen Tiefe, viel Herz, erzählt in einer eindrucksvollen Sprache. Es gibt Bücher, die man gern gelesen hat und dann gibt es Bücher wie dieses, die einen Stempel auf dem Herzen hinterlassen, die man nie wieder vergessen wird.