Inselträume auf Sylt, Band 5: Isa hält es nicht lange in Heimatgefilden aus. Je exotischer ein Reiseziel, desto besser. Die Einladung ihrer Schwester Lene, sie auf Sylt zu besuchen, schlägt sie aus. Doch nach einer unerfreulichen Begegnung fährt sie dann doch nach Sylt. Da ist nichts exotisch, sondern traditionell und bodenständig. Und dann steht erst noch Weihnachten bevor – nicht einfach. Isa trifft auf Lars, einen gelackten Typen in einem teuren Anzug. Wider Erwarten unterhalten sie sich angeregt. Lene und die Sylter Freunde sind jedoch gar nicht gut auf Lars zu sprechen…
Erster Eindruck: Ein sehr schönes Cover mit dem Haus in der verschneiten Landschaft und den Möwen (nur der „draufmontierte“ Seestern und die Muschel gefallen mir nicht).
Dies ist Band 5 der Reihe, kann aber ohne Kenntnis der Vorgängerbände gelesen werden (es kommen jedoch immer wieder Protagonisten aus früheren Bänden vor).
Das vorliegende Leseabenteuer beginnt im Allgäu, wo Isa kurzzeitig bei ihrer Mutter untergeschlüpft ist. Eine kurze Pause zwischen zwei Reisen. Isa ist irgendwie ein Freigeist – sie weiss nicht so recht, wie und wo es mit ihr weitergehen soll. Aber ganz sicher nicht im Allgäu. Die Begegnung mit ihrem Ex lässt sie regelrecht flüchten, und zwar nach Sylt, wo sie bei Lene und ihrem Schwager Weihnachten verbringen wird. Im Zug trifft sie auf Lars und während der langen Fahrt verstehen sie sich ausgezeichnet, trotz der offensichtlichen Unterschiede: Er ein Bürohengst im feinen Zwirn, sie ein unkonventioneller Neo-Hippie. Wie heisst es so schön? Gegensätze ziehen sich an…
Mir hat das Aufeinandertreffen von Isa und Lars sehr gut gefallen. Ich konnte mir Lars in seinem piekfeinen Anzug im dichtgedrängten Zug richtig gut vorstellen. Als sich Isa auf ihre Tasche auf den Boden setzt und er es ihr gezwungenermassen nachmacht, musste ich wirklich lachen. Ein Bild für die Götter! Isa und Lars transportieren beide ein gewisses Bild nach aussen, aber hinter der Fassade steckt – wie so häufig – viel mehr. Vieles blieb bisher ungesagt. Mir hat auch gefallen, wie die Sylter Runde Isa aufnimmt. Die Geschichte war wieder im Nu ausgelesen. Ich fühlte mich ausgezeichnet unterhalten und vergebe daher – erneut – 5 Sterne.