Noëlle wähnt sich im Ferienhaus der Mutter ihres Mannes Bertram, der sich von ihr getrennt hat. Sie ist verliebt in David, unsterblich, pausenlos schreibt sie ihm auf WhatsApp, verfolgt ihn auf Facebook. Völlig umnebelt bewegt sie sich zwischen Zimmer, Küche, der Esoterikerin oder Hexe Moira, vergräbt Zettel am Fuss eines Baumes, Kauft Wunschkerze um Wunschkerze. Die Therapiesitzungen immer gleich. David reagiert nie. Sie versichert ihm immer wieder ihre Liebe, schickt ihm Fotos, bewegt sich in Phantasiewelten. Irgendwann realisiert sie, dass sie ja in einer Klinik ist, dass noch andere Patienten in den anderen Zimmern sind. Dann versucht sie, all die Psychopharmaka abzusetzen, sieht noch mehr Wahnbilder. Dazwischen versucht sie zu schreiben, sie ist ja Schriftstellerin. Wenn sie nicht von Davidssehnsucht umnebelt ist, schreibt sie. Wieder Therapiesitzungen, Suizidgedanken, Suizidversuch, und schliesslich nach einem Jahr soll sie entlassen werden. David nur eine Illusion? Findet sie zu sich selbst? Zumindest das Buch hat sie fertig geschrieben.
Ein langgezogenes Buch aus dem inneren einer psychisch kranken Person, beschreibt minutiös die Details und hilflosen Versuche, dem Wahn zu entkommen, zu sich selbst zu finden.