Martha wächst in einer grossen Familie auf. Nach dem Tod des Vaters werden sie und ihre Geschwister als Verdingkinder in andere Familen gebracht. Sie erlebt bei der Bauernfamilie Hunger und Ablehnung. Bis ins hohe Alter will sie keine Schwäche zulassen und schon gar nicht zeigen. Diese Härte sich selber gegenüber prägen auch ihre beiden Söhne und ihre Enkel.
Lukas Hartmann erzählt die Geschichte seiner Grossmutter väterlicherseits. Um sie erzählen können, nimmt er eine gewisse Distanz, indem er sich und seinem Bruder und seinen Eltern andere Namen gibt. Erinnerungen reihen sich an Erinnerungen in einer Sprache, die teilweise sehr nüchtern und emotionslos wirkt, obwohl durchaus Emotionen und Traumata vorhanden sind.