Erneut ein Buch von Lena Hach, das ich mit grosser Freude gelesen habe. «Spuk im Kiosk» ist eine einfach zu lesende Grusel- und Freundschaftsgeschichte über einen Kiosk, in dem merkwürdige Dinge vor sich gehen. Fritzi, deren Grosseltern der Kiosk gehört, ist fest entschlossen, gemeinsam mit ihrem besten Freund Carlos dem Übeltäter auf die Spur zu kommen und den Streichen ein Ende zu setzen, bevor die Kundschaft ganz ausbleibt!
Ich-Erzählerin Fritzi schreibt in klaren, einfach aufgebauten Sätzen, im Präsens und in chronologischer Reihenfolge von den etwa einwöchigen Ereignissen. Entsprechend gerafft ist die Handlung, die zudem in mehrere Abschnitte und Kapitel gegliedert ist, sodass wir beim Lesen gut vorankommen und auch mal Pause machen können, wenn wir möchten. Das weiss Hach jedoch mit cleveren Cliffhangern zu vermeiden und auch mit der übrigen Handlung baut sie kontinuierlich Spannung auf. Schwarz-Weiss-Illustrationen lockern den Text weiter auf. Das Personal ist überschaubar, ebenso die Orte, an denen die Handlung spielt, was es ebenfalls erleichtert, der Geschichte zu folgen.
Von der Handlung selbst will ich nicht zu viel verraten. Was mir noch enorm gefallen hat, war die Freundschaft von Carlos und Fritzi. Denn daran halten die beiden fest und lassen sich auch nicht von doofen Sprüchen aus dem Konzept bringen. Auch die Selbständigkeit der beiden fand ich grossartig. Denn anstatt das Problem den Erwachsenen zu überlassen, nehmen die beiden die Aufklärung selbst in die Hand und übernachten dafür auch heimlich im Kiosk – inmitten von Chipstüten, weissen Mäusen, Keksen und sonstigen Leckereien.
Fazit: Vereinfacht und ungemein fesselnd geschriebene Geschichte, die Herz, Humor und eine gehörige Portion Spannung vereint. Für alle ab 10 Jahren.