Mit The Grass ist Singing hat Doris Lessing einen atemberaubenden Debütroman geschrieben.
Die Geschichte beginnt mit dem Mord an Mary Turner, der Ehefrau von Dick Turner und der Verhaftung des “Boys”. Die Geschichte spielt im kolonialisierten Rhodesien und spiegelt nach diesem Einstieg die Vergangenheit und wie es zum Mord kam. Mary hat Dick, den um einiges älteren Witwer eher spät geheiratet. Sie leben auf einer Farm in Rhodesien in ärmlichen Verhältnissen.
Prägend ist einerseits die Vergangenheit von Mary, die als eigenständige Frau gelebt hat, ihren Lebensunterhalt mit der Ausübung eines Berufs, der sie zufriedenstellte, bestritten hat. Andererseits und hauptsächlich macht das Verhalten der Frau des Hauses den angestellten Eingeborenen gegenüber die Handlung aus. Ihre Unzufriedenheit mit ihrem Dasein, dem nicht Wissen, was sie tun soll und der Verachtung der schwarzen Menschen gegenüber. Die Eingeborenen werden von allen Weissen unterdrückt und ausgenutzt. Bei Mary kommt das ganz besonders zum Ausdruck. Auch das Verhältnis der Eheleute ist nicht gut.
Ein absolut lesenswertes Buch, das um Respekt, Liebe geht, Macht, Charakterstärke und woran Machtausübung scheitern kann.