Die Bestsellerautorin Catherine Swift will erneut heiraten, und zwar zum vierten Mal! Obwohl sie Liebesromane schreibt, ist sie in der Liebe selbst weniger erfolgreich. Die Beziehung zu ihren Töchtern aus zwei Ehen ist belastet, doch Catherine hofft, mit ihrer Hochzeit auf Korfu endlich eine Familie zu werden. Die ältere Tochter Adeline ist Psychologin und hat ein schlechtes Verhältnis mit ihrer Mutter. Ihre Halbschwester Cassie ist immer sehr enthusiastisch. Als die beiden erfahren, wer der Bräutigam ist, gerät die Welt aus ihren Fugen…
Erster Eindruck: Ein modernes Cover in sommerlichen Farben – gefällt mir.
Ich habe schon viele Romane von Sarah Morgan gelesen und freue mich immer wieder, wenn ich Neues zwischen die Finger bekomme. Die Geschichte wird aus den Blickwinkeln der drei Frauen erzählt, was einerseits lebendig wirkt und andererseits die Leser:innen mehr wissen lässt als die Einzelperson.
Eine gefeierte Liebesromanautorin ist im Privatleben nicht automatisch eine Spezialistin. Das weiss Catherine nur zu gut. Sie hadert zudem mit der Platzierung ihres neusten Romans: nur an dritter Stelle! Sie ist zudem müde von den Liebesromanen – sie möchte eine andere Richtung einschlagen. Doch zuerst kommt nun die Hochzeit. Adeline ist ausgebildet, um mit den Sorgen und Ängsten der Menschen möglichst gut leben zu können. Sie wüsste schon, welche Ratschläge sie anderen erteilen würde, aber eben, hier geht es um sie selbst. Sie fürchtet das Zusammentreffen mit ihrer Mutter und dem unbekannten Bräutigam. Cassie hingegen freut sich. Aber sie hat wiederum Angst vor ihrer Schwester. Was soll sie zu ihr sagen? Was wird sie zu ihr sagen? Aufregung pur!
Drei Frauen, die etwas teilen, was sie einander nicht offenbaren: Unsicherheit. Alle drei haben tiefe Unsicherheiten, was sie alle nicht mögen. Aber gegen aussen funktionieren alle – da ist keinerlei Unbehagen oder Furcht zu spüren. Doch wehe, an der Oberfläche wird gekratzt. Ich war sehr darauf gespannt, wer der Bräutigam ist und wieso sie vorher nichts über ihn sagen wollte. Die Enthüllung schlug ein wie eine Bombe! Doch es gibt noch etwas ganz anderes, das an die Oberfläche strebt: ein jahrelang gut gehütetes Geheimnis…
Mir hat die Geschichte ausgezeichnet gefallen. Sie zeigt einmal mehr, dass man den Menschen einfach nur vor die Stirn gucken kann, aber nicht dahinter. Wenn jemand eine Fassade aufrechterhält, ist kein Dahinterkommen. Es war aufregend, emotional, überraschend – 5 Sterne!