Ich hab an diesem Buch förmlich geklebt und jedesmal geflucht, wenn die Zeit zu knapp war um weiterlesen zu können. Immer dann, wenn es gerade am spannendsten war… und das war‘s ganz oft.
In diesem Buch geht es um eine Thematik, die perfider hätte nicht sein können. Es kommt einem das große Grauen und die Haare stellen sich einem zu Berge.
Es wird immer wieder vom Propheten gesprochen und die lateinische Aussage „Divinus imperativ“ taucht auf. Wer ist der Prophet und was bedeutet diese lateinische Aussage? Durch den stetigen Wechsel von Vergangenheit in die Gegenwart kristallisiert sich immer mehr heraus, wer er ist und was diese Aussage zu bedeuten hat. Einfach sehr gut aufgebaut.
Andrea Reinhardt versteht es seine Leser durcheinander zu bringen und die Spannung oben zu halten. Erst auf den letzten 10 Seiten wird der wahre Täter bekannt und ich kann sagen… mir fiel die Kinnlade runter. Ich hab mit jedem als Täter gerechnet, aber nicht mit dem/der.
Die Protagonisten sind sehr gut dargestellt. Man weiß sofort, wer einem sympathisch ist und wer nicht. Marcel und Christian, ein Duo, die einen immer wieder mal zum Schmunzeln bringen. Lena, ein kleiner Sturkopf.
Das Spannungslevel hängt ganz oben. Mich hat dieses Buch einfach nur fasziniert und mitgerissen.
Das Cover gefällt mir persönlich sehr gut. Der Schreibstil von Andrea Reinhardt ist flüssig. Mit jedem Fokuswechsel entsteht ein Absatz, was es einem leicht macht, die neue Situation nachzuvollziehen.