Den Autor Lenz Koppelstätter hatte ich noch nicht gekannt. Es war eher Zufall, dass ich sein neuestes Buch “Das Flüstern im Eis” kaufte.
Die Geschichte hat eine imposante Hauptperson, die über alle Seiten präsent ist - den Ortler. Der höchste Berg in Südtirol, an dessen berüchtigter Nordwand die zwei besten Eiskletterinnen der Welt gegeneinander antreten. Aber nur eine der beiden Athletinnen, Caterina Bianch, kehrt vom Berg zurück. Und unten im Dorf, in Sulden, liegt Matthias Lechthaler, Chef der Bergrettung und starker Befürworter des Kletterevnts, tot in der Turnhalle. Mit einer Mistgabel erstochen.
Commissario Grauner übernimmt die Ermittlungen. Ihm zur Seite stehen Ispettore Saltapete und seine Assistentin Tappheimer, ein eingespieltes Team. Der Autor lässt seine Leser die drei Polizisten mit ihren Gedanken, Träumen und Zweifel hautnah erleben - wie auch die anderen Charaktere, z. Beispiel den mordverdächtigen Bauern. Überalll jedoch spürt man jedoch die Gegenwart dieses gewaltigen Bergmassivs, seinen eisigen Atem und die furchtbaren Gewitter.
Allmählich schälen sich dunkle Zusammenhänge aus den Schatten heraus. Zusammenhänge, die aus einem fernen Land stammen und die uns aus den Medien doch so furchtbar vertraut scheinen.
“Das Flüstern im Eis” mit viel Liebe zu seiner Heimat Südtirol geschrieben. Koppelstätter öffnet unser Kopfkino. Ich sollte mehr von ihm lesen!