Fred Vargas packt ihre Leser von der ersten Zeile. Ich habe ihr neues Buch, welches erst im Mai in der deutschen Übersetzung erscheinen wird, natürlich in Französisch gelesen. Ein sprachlicher Genuss. Alein die Sprache ein Feuerwerk.
Adamsberg ermittelt hier fern von Paris in der Bretagne, um seinen Kollegen, Commissaire Matthieu, zu unterstützen, der mit Morden im eigetnlich beschaulichen Dorf Louviec konfrontiert ist. Und die Indizien scheinen auf Josselin Chateaubriand hinzuweisen, den Nachkommen des berühmten Vicomte de Chateaubriand. Doch die Indizien täuschen…
Adamsberg reist mit einem Teil seiner Equipe nach Louviec. Danglard bleibt in Paris, um den dort aktuellen Fall abzuwickeln. Die Morde in Louviec, die so zuammenhanglos, ohne jedes erkennbare Motiv begangen werden, sind für die beiden Kommissare eine grosse Herausforderung. Neben Adamsberg sind es vor allem seine Lieutnants Mercadet und Violette Retancourt, die sich als tatkräftige Ermittler beweisen. Es zeigt sich schnell, dass hinter den Morden eine schwarze Vergangenheit lauert, welche bis in die Schulzeit von Josselin Chateaubriand zurückreicht.
Die Autorin zeichnet mit sichere Hand teilweise ebenso skurrile wie sehr aufrechte Charktere wie Johan, den Patron der Auberge. Die Leser fühlen sich als Teil der Geschichte und man kann das Buch fast nicht aus der Hand legen.
Viel mehr als ein Krimi. Très français. Absolut empfehlenswert.