Pastorin Paula Ahmling zieht mit ihren drei Kindern für ein Jahr auf die Insel Föhr. Währenddessen möchte sie das Versprechen einlösen, die alte Kate am Deich zu finden, an die ihr verstorbener Mann Tom als Kind so glückliche Erinnerungen hatte. Sie begibt sich auf eine emotionale Reise…
Erster Eindruck: Ein sehr schönes Cover mit Ferienfeeling – gefällt mir.
Ich kenne bisher die Krimireihen Lyn Harms (alle 8 Bände haben 5 Sterne von mir erhalten!) sowie Raphael Freersen. Wie ich gut weiss, „kann“ die Autorin Krimis – jetzt war ich doch sehr gespannt, ob sie auch ohne Mord und Verbrechersuche auskommt.
Paula ist sehr sympathisch und ihre Kinder muss man einfach ebenfalls mögen: Marie, die „Grosse“, Mats, sowie die 4-jährige Lisbeth. Letztere, die kleine Libby, ist erst nach dem Tod ihres Vaters auf die Welt gekommen, ist also das letzte Geschenk an die Familie. Neben dem Haus, das sie für ein Jahr bewohnt, lebt Henrik. Dazu kommt noch vorübergehend sein bester Freund Richard, der nach einer Schreibblockade endlich wieder an seinem neuen Buch schreiben kann. Paula merkt, dass sie nicht nur rein nachbarschaftlich an Henrik denkt. Richard, den die Kinder aufgrund seines wilden Äusseren zu Beginn despektierlich Yeti nennen, interessiert Paula nicht. Er ist ein bisschen ein Brummbär, ganz anders als Henrik. Den Leserinnen wird jedoch schnell klar, dass sich Paula zwar für Henrik interessiert, aber in Tat und Wahrheit Richard der für sie bessere Mann wäre – logisch!
Ich konnte nicht nachvollziehen, wieso Paula dieses alte Haus finden wollte, in dem Tom vor Jahrzehnten zu Besuch bei der Oma war. Weder Tom noch Paula waren je als Erwachsene dort. Nun ja, es war eine emotionale und nachdenkliche Reise für Paula, aber leider nicht für mich. Die Beschreibungen von Land und Leuten waren gut, aber mich hat die Geschichte einfach nicht gepackt. Für die vorliegende Geschichte gibt es von mir nur 3 Sterne, und das auch nur wegen des letzten und besten Drittels des Buches. Die Krimis haben mir sehr viel besser gefallen, daher wird Heike Denzau für mich eine Krimiautorin bleiben.