Zoe Faust ist eine Alchemistin und lebt schon sehr lange. Um ihre Langlebigkeit zu vertuschen zieht sie von Ort zu Ort. Doch nun scheint sie einen Platz gefunden zu haben um zu bleiben. Gerade als sie sich in ihrem neuen Haus einrichten will, wird sie von den Ereignissen überrannt: Dorian, ein lebender Gargoyle aus Paris sucht ihre Hilfe um der Versteinerung zu entgehen; ein Junge aus der Nachbarschaft kommt hinter ihr Geheimnis und ihr Handwerker wird ermordet auf ihrer Veranda aufgefunden. Nicht nur wird Zoe damit zu einer Verdächtigen – sie muss auch selbst ermitteln um die Gegenstände wieder zu bekommen, die ihr gestohlen wurden.
Zoe war mir von Beginn an sympathisch. Mit ihrer Affinität zu Pflanzen, ihrem Kräuterwissen und ihren Einstellungen konnte ich sie mir regelrecht als alternative Alchemistin vorstellen. Beim Gargoyle Dorian hätte ich mir hingegen etwas anderes erwartet. Er zeigt sich als Klischee eines Franzosen, der gerne kocht. Ich weiß nicht warum, aber ich hatte die Erwartung, dass er für den humorvollen Part der Geschichte zuständig ist und war ein wenig darüber enttäuscht, dass er nicht so witzig war, wie ich gedacht hatte.
Durch das viele Chaos muss sich Zoe schnell einleben und lernt einige Einwohner von Portland kennen, sodass sich auch der Leser bald schon heimisch fühlt. Bei ihren Ermittlungen will sie sich vorwiegend auf sich selbst verlassen, kommt aber bald schon dahinter, dass einige andere mitmischen wollen. Unter anderem auch der Detective Max Liu zu dem sie sich hingezogen fühlt. Zusammen mit Dorian und dem Jungen Brixton sorgen sie für eine Menge an Verwirrungen in Zoes Leben.
Die Mischung aus fantasy und Krimi hat mir zugesagt. Besonders auch, weil sich die Magie hier auf die Alchemisten bezog und einige historische Fakten dazu mit eingebunden wurden. Insgesamt habe ich mich gut unterhalten, hätte mir aber eine Spur mehr Humor gewünscht.