Dieses Buch stand auf der Liste für Online-Dates von/mit Luzia Stettler. Ich frage mich warum. Las das Buch meistens im Zug, verlor also immer wieder den Faden. Der Klappentext suggeriert etwas anderes als im Buch vorkommt. Zeitweise hatte ich das Gefühl, wie der Protagonist Charles zu schwimmen: die Autorin springt von einem Jahrzehnt ins andere, landet dann in unseren 2020ern. Dann wieder eine Passage, wo der Kanalschwimmer weiterschwimmt - das Kanalschwimmen wurde sehr gut recherchiert und ins Buch integriert - und immer wieder springen seine Gedanke in die Jugend zurück. Die Hauptpersonen: Charles und seine Frau Maude, sein bester Freund Silas (und jetziger Liebhaber Mauds) und Mauds Schwester Abbie, die (schwanger mit Charles’ Baby) bei einem Autounfall in den 1970ern stirbt. Nebenpersonen: die Crew von Charles’ Begleitboot im Ärmelkanal Brendan, Cedric und Mathilda. Das Ende ist schwammig, unlogisch. Klar, 50 m trennen Charles von seinem Erfolg. Dann wird er zurück aufs Boot geholt. Den Countdown dazu habe ich nicht verstanden. Einzig toll an der Geschichte war, dass ich jetzt weiss, dass die Kanalüberquerung mit grosser Organisation verbunden ist, man einfach nicht ins Wasser springen kann und losschwimmen, von England nach Frankreich oder vice-versa. Alles muss minutiös geplant sein, samt Fütterungsplan mittels Leine/Schlauch im Wasser. Enttäuschende Story.