Ich war ein grosser Fan vom Damengambit und habe mich hier auf eine ähnliche Geschichte eingestellt. Klar kann man Billiard nicht so sachlich beschreiben wie Schach, dennoch ist es Walter gelungen, dieses Ambiente des Billiard salons und die Stimmung darin bildlich zu beschreiben. Man fühlt die stickige Luft, der Zigarettenrauch (in den 60er war es ja noch erlaubt) und die verschwitzen Männer. Die Geschichte an sich plätschert aber so dahin, es gibt irgendwie kein roter Faden darin. Die Episoden wirken abgehakt und nicht ganz ausgeschrieben. So freundet er sich mit Sarah an, aber wie da die Gefühlslage ist bleibt bedeckt. Er spielt Stunden Billiard, dennoch fühlte ich diese Spiele nicht so sehr wie beim Damengambiit.
Ich fand die Geschichte gut zu lesen, und kann es mir auch sehr gut als Serie vorstellen, nur hat es mich lesetechnisch nicht vom Hocker gerissen und war einfach eine easy Geschichte die ich gerne gelesen habe.