Wir sind tatsächlich am Ende dieser Reihe anbelangt. Lange haben wir Loan und Sophia auf ihre Reise begleitet und uns mit ihnen gefragt, was das nun mit der Prophezeiung auf sich hat. Viele Fragen sind noch offen und wollen aufgeklärt werden. Am Ende angekommen muss ich sagen, dass der letzte Band doch einiges rausgerissen hat.
Normalerweise baut sich ja meistens der Plot noch ein wenig auf. Doch hier passierte er gleich im Prolog. Ich war doch etwas überrascht und sprachlos. Ich meine… hä? Die Prophezeiung erfüllt sich bereits im Prolog und nun gilt es herauszufinden, was das genau bedeutet. Während Loan seine Menschlichkeit verliert, muss sich Sophia wohl oder übel mit Damian einlassen und reisen nach Las Vegas. Schon mal ihre Reise fand ich so amüsant. Ich liebe die beiden, wie sie sich gegenseitig zur Weissglut treiben und musste immerzu schmunzeln. Erst Recht, weil Damian seinen “Trumpf” bei ihr einsetzt. In Las Vegas ging ihr Benehmen so weiter, was ich wirklich sehr lustig fand. Gleichzeitig war es sehr spannend und ich fieberte mit den beiden mit. Sie müssen den Teufel suchen und ihn bitten. Loan so zu helfen. Den Preis, den sie zahlen müssen, ist hoch. Was verständlich ist, immerhin sprechen wir vom Teufel persönlich. Aber es war dennoch irgendwie zum schiessen, wie sie das angestellt haben. Sophia tat mir am meisten Leid, weil sie emotional in einer Sackgasse steckt. Ich konnte nachempfinden, warum sie sich so fühlt und gerade das machte sie noch authentischer. Schön, dass sie so zu sagen ins Rampenlicht gerückt ist und wir sie noch besser kennenlernen konnten. Und Damian… also spätestens hier verstand ich, warum die meisten auf ihn abfahren. Ich war ihm schlussendlich genau so verfallen. Im letzten Band erfuhren wir ein wenig, warum er so geworden ist und was er durchmachen musste. Hier konnte man nun einen besseren Einblick in sein Innerstes werfen. Er trieb mich auch manchmal zur Weissglut, aber das machte ihn irgendwie sympathisch. Yep, ich verstehe es auch nicht. Anyway, die beiden haben ein tolles Team abgegeben. Vor allem, weil sie eben zusammen arbeiten müssen. Sie brachten sich gegenseitig durcheinander, was ich einerseits witzig, andererseits sehr süss fand.
Dann ist da noch Malcolm, der sich auf die Jagd nach Loan macht. Auch er erlebt ein krasses Abenteuer und wir erfuhren auch etwas über ihn. Mal’s Innere geht ebenso tiefer und seine Entscheidung konnte ich sehr gut nachvollziehen. Wobei ich bei seiner letzten Entscheidung schlucken musste. Im Ernst?? Das kam wirklich unerwartet. Malcom hat bewiesen, dass er ein Herz hat und tat das richtige.
Die Prophezeiung kam schliesslich ans Licht und dieser Plot war richtig geil gemacht. So hatte ich das noch nie gesehen und auch noch nie gelesen. Eine wirklich sehr coole Idee und auf mich wirkte sie vor allem stimmig. Gegen Ende wurde es nicht nur actionreich und überraschend, sondern auch emotional. Ich mochte das Ende sehr, hätte mir wahrlich kein besseres wünschen können.
Es gab durchaus den ein oder anderen Moment, den ich nicht wirklich nachvollziehen konnte und mir unlogisch erschien. Ansonsten aber war dies der stärkste Band der Reihe. Für mich jedenfalls. Danach ist mir etwas aufgefallen: mir gefiel dieser Band, gerade weil Loan in den Hintergrund gerückt ist. Ich wusste tatsächlich nicht, was mich genau störte. Er war es *lol*
Wer gerne Vampir-Geschichten liest, aber nach etwas ganz neuem sucht, ist hier sicherlich sehr gut bedient.