Es stellte sich schnell heraus, dass es sich hier um ein Buch handelt, das ich als “fortgeschrittenes Erstleserbuch” beschreiben würde. Um als klassisches Vorlesebuch herzuhalten ist der Inhalt zu dürftig und die sprachliche Aufarbeitung schlicht nicht gut genug: Sehr kurze Sätze, wenig Ausschmückung, kein richtiger Lesefluss.
Ganz ausgezeichnet ist das Buch jedoch für Kinder geeignet, die inzwischen schon halbwegs lesen können und nun einen Schritt weiter gehen möchten als immer nur die klassischen Erstlesebücher zu lesen.
In dieser Geschichte geht en nun um Drake, einen Jungen, der auf die Burg des Königs gebracht wird. Er ist ein Drachenmeister und soll nun entsprechend ausgebildet werden. Auf der Burg angekommen, lernt er weitere Drachenmeister samt ihre Drachen kennen und auch er bekommt seinen Erddrachen, den er Wurm tauft. Bald schlittert er auch schon ins erste Abenteuer.
Was dieses Buch von klassischen Erstlesebüchern unterscheidet ist der etwas gestiegene Schwierigkeitsgrad. Es werden englische Namen (Drake, Griffith) verwendet, mehr Anglizismen benutzt (z.B. Toast oder Trainingsraum), verschiedene Schriftarten (Briefe), die Schriftgröße ist etwas kleiner, zum Teil wird Vokabular benutzt, das nicht unbedingt im täglichen Alltagsgebrauch vorkommt (z.B. Lichtkugel, Zwiebelfelder, Magie). Nicht zuletzt handelt es sich ja auch um eine fortlaufende Serie, was bedeutet, man sollte die Worte im Idealfall nicht nur lesen, sondern auch verstehen können.
Inhaltlich geht es zwar um ein Thema von dem man annehmen könnte, dass es etwas heftiger zugeht. Dies ist aber nicht wirklich der Fall. Das Buch ist ausgesprochen kindgerecht. Echte Kämpfe gibt es gar keine, auch wenn es durchaus ein kleines Abenteuer mit einem “Spannungsbogen” gibt.
Ein tolles Buch für kleine Fantasy-Fans, die mit Erstlesebüchern gut zurechtkommen.