Das Cover von “Altes Leid” hat mich dazu bewegt, das Buch von Lea Stein zu lesen.
Die Geschichte entfaltet sich aus zwei Perspektiven, was gegen Ende des Buches gekonnt aufgelöst wird.
Manchmal mag die Handlung vorhersehbar sein, dennoch bietet es eine fesselnde und rätselhafte Kriminalgeschichte.
Ida Rabe, die Protagonistin, erweist sich als immer mutig und eigensinnig, und ihre Fähigkeit, passende Worte zu finden, beeindruckt. Doch da wo sie die Leute in ihr Handeln einweihen sollte, wie zum Beispiel ihre Vorgesetzte Superintendent Watson, bleibt sie ängstlich und stumm. Schafft sie es trotzdem, das Monster zu überlisten und rechtzeitig zu ergreifen?
Das Buch habe ich innerhalb von drei Tagen mit grosser Spannung durchgelesen. Besonders beeindruckend ist, wie die Autorin die Kriegs- und Nachkriegszeit sowie die gesellschaftlichen Probleme der Frauen dieser Ära authentisch vermittelt.
“Altes Leid” ist nicht nur ein spannender Kriminalroman, sondern auch eine eindrucksvolle Darstellung einer bewegten, schweren Zeit.