[Werbung, Rezensionsexemplar]
Rezension zu Iron Empire: Erwählt vom Licht der Wälder - Emily Bähr
Iron Empire #1| cbt| Erschienen am 13.12.2023 | 416 Seiten
꧁Inhaltsangabe꧂
Hunter ist der Prinz des Iron Empire und nach dem Tod seines Bruders bricht er Hals über Kopf mit seinem Flugzeug auf. Dies wird ihm zu Verhängnis als er die Kontrolle über die Maschine verliert. Plötzlich findet sich der junge Prinz in mitten eines geheimnisvollen Waldes wieder und entdeckt ein Volk, von dessen Existenz er bisher nichts geahnt hat. Und da ist auch Kae, die frisch ernannte Seherin der Eijin, welche als Einzige daran zu glauben scheint, dass er keine bösen Absichten hegt. Doch was geschieht, wenn zwei komplett unterschiedliche Welten aufeinander treffen? Und wenn ans Licht kommt, dass die Existenz des einen Volkes, den Tod des anderen Volkes bedingt?
꧁Handlung꧂
Ich habe die erste Hälfte des Buches geliebt. Die Wispernden Wälder als Schauplatz sind magisch und wunderschön. Sie haben mich ein wenig an die Welt Pandora aus dem Film Avatar erinnert. Kaes tiefe Verbundenheit zur Natur und ihrem Volk sind authentisch und wirken überzeugend. Ich habe mich gerne auf diese unbekannte Welt mit ihrer Fauna und Flora eingelassen und die Dialoge zwischen Kae und Hunter waren unterhaltsam. Auch das Iron Empire wurde interessant beschrieben, doch was Worldbuilding ist leider nicht alles. Handlungstechnisch bleiben wir sehr lange nah am Klappentext, was bedeutet, dass wenig Unvorhergesehenes passierte. Dies hat mich zuerst aber nicht weiter gestört, denn ich war vollauf damit beschäftigt, Kae und Hunters unterschiedliche Welten besser kennenzulernen. Sobald das Iron Empire erreicht wurde, flachte die Handlung leider sehr ab. Es ist erkennbar, dass sich die Autorin Gedanken zum Plot gemacht hat, diese waren jedoch nicht unbedingt neu und oftmals vorhersehbar. Dies hat viel Spannung herausgenommen und bis zum Ende hin ist es leider nicht gelungen, mich erneut in einen Sog zu ziehen.
꧁Charaktere꧂
Kae und Hunter sind spannende Charaktere, die ich sehr mochte. Gerade Hunter verändert sich im Laufe des Buches, aber auch Kae wachst an ihren Aufgaben. Bemerkenswert fand ich auch die Slow-Burn Liebesgeschichte, die mal etwas anderes war. Wer hier Spice erwartet, der wird jedoch enttäuscht. Dafür punktet die Autorin mit Tiefe und einer authentischen Freundschaft. Die Liebe zwischen den beiden sollte jedoch im 2. Band noch sichtbarer gemacht werden, denn für mich scheint es momentan eher eine Rivals to Friends Entwicklung zu sein, auch wenn ein paar vereinzelte Funken fliegen.
꧁Fazit꧂
Der erste Band der Iron Empire Reihe hat eine wunderbare Szenerie und Charaktere, die ich gerne begleitet habe. Handlungstechnisch empfand ich die Geschichte leider als eher schwach, was sich im zweiten Band hoffentlich bessert. Alles in allem jedoch durchaus eine Empfehlung, vor allem, wenn man sich für eine Geschichte begeistern kann, in welcher die Liebesgeschichte nicht im Zentrum steht. Man belgeitet hier zwei junge Menschen, die aneinander wachsen und ihren Weg im Leben suchen, was aus meiner Sicht recht erfrischend war.