Die unerwartete Welt von «Iron Empire» hat mich absolut in ihren Bann geschlagen. In der ersten Hälfte wurde ich vom Wald der Eijin magisch verzaubert – die vielen neuen Tiere, die Magie und die Lebensweise der Eijin hatten starke Avatar- und Prinzessin Mononoke-Vibes und das mochte ich sehr. Auch die Protagonistin Kae war mir auf Anhieb sympathisch – sie scheint nirgendwo dazuzugehören und muss sich ihren Weg durchschlagen.
Die zweite Hälfte hatte etwas Dystopisches – wir befinden uns im Kaiserreich, in Hunters Heimat. Auch ihn als Charakter mochte ich sehr. Hier erleben wir Ungerechtigkeit, Intrigen, Pläneschmiederei – kurzum: Politik.
Das Buch hatte keine Längen, immer war es spannend und ich musste unbedingt wissen, wie es weiter geht. Wir lesen in den zwei Perspektiven der Protagonisten, was den Einblick in die verschiedenen Welten vereinfacht. Die am Anfang überfordernden Begriffe der Eijin wirken zunächst einschüchternd, werden aber super schnell und einfach aufgeklärt und stehen dem Leser nicht im Weg.
Das Buch wird als Romantasy beworben – dem muss ich widersprechen: In Band 1 haben wir eine Mission in einer Fantasywelt in der sich die zwei Protagonisten zwar zueinander hingezogen fühlen, aber die Liebesgeschichte steht eindeutig im Hintergrund. Vielleicht folgt in Band 2 mehr davon.