Der Titel sagt schon alles. Alles okay. Aber eben nur im Prinzip. Denn eigentlich ist nichts okay.
Wir werden direkt in das Leben der jungen Mutter Miryam geworfen, deren Leben nach aussen hin völlig normal ist.
Sie ist zwar überfordert in der noch neuen Mutterrolle, aber schliesslich hat sie einen “perfekten” Mann und Vater ihres Kindes, der ihr zur Seite steht.
“Robert ist die perfekte Projektionsfläche für die Traumvorstellungen anderer. Der Typ Unschuld in Person meets Fels in der Brandung. Ich bin die Brandung”
Nach und nach setzt sich ihr bisheriges Leben wie ein Puzzle zusammen. Der Wechsel zwischen Vergangenheit und Gegenwart ist sehr gelungen, es wird immer klarer, warum sie die “Brandung” ist, warum Miryams Leben gar nicht okay sein kann.
Schon als Kind war sie in der Familie mit Gewalt konfrontiert und musste sehr früh und auch immer wieder Verantwortung übernehmen und Angst aushalten.
Es ist kaum zu ertragen, wie sehr sie um Normalität kämpft. Ein schweres Thema. Ein wichtiges Thema.
Und somit ein trauriges und auch dunkles Buch, dass aber trotzdem Hoffnung gibt.