Mir war schon klar, das sich die Band schon eh und je von der rechten Ecke distanziert hat (es auch NIEMALS war) und das gerade Philipp Burger seit Beendigung der Kaiserjäger Zeit komplett damit abgeschlossen hat.
Doch ich muss zugeben, dieses Buch erklärt dem Leser diesen Wandel noch einmal ganz ganz unmissverständlich und hat mir diese Geschichte nocheinmal in einem ganz anderem Licht dargestellt!
Es fällt mir schwer, das ganze in Worte zu fassen, aber diese Gefühle und Emotionen, die hier zum Ausdruck gebracht werden, macht einem das einmal mehr als deutlich klar…Die Gedanken von ihm, was ihn dazu bewegt haben (Erfahrungen im Zivildienst im Krankenhaus z.B. oder das Verhalten anderer „Freunde“ innerhalb der Gruppe), werden durch die tiefen Einblicke in seine Gedankenwelt so unfassbar gut beschrieben, so dass man oft das Gefühl hat (ich zumindest hatte das beim Lesen verdammt oft), man erlebt das gerade selbst. Riesen Kompliment an den Autor und das Team im Hintergrund!!! Wer sich die Mühe (gerade als Kritiker) macht und sich das Buch zur Brust nimmt und anschließend immer noch nicht von der Ehrlichkeit überzeugt ist, das ein Mensch sich zum Guten geändert hat, dem ist nicht mehr zu helfen. Diese Abneigung gegenüber der rechten Szene und alles was damit zu tun hat, werden mehr als deutlich geschildert.
Ich denke jedoch, so schlimm und falsch diese Kaiserjägerzeit war, so notwendig war sie, um die benötigte Sichtweise auf viele Dinge im Leben zu erreichen und durch enorm viel selbstreflexion diese in Wort und Noten zu bringen.