Lohnt es sich überhaupt, wählen oder demonstrieren zu gehen? Ist der Rechtsstaat gerecht? Wer sind die wirklich Einflussreichen in Berlin? Und warum tagen Politiker oft bis in die frühen Morgenstunden? Die Vermittlung komplizierter Sachverhalte für ein breites Publikum ist Marietta Slomkas Beruf. In „Nachts im Kanzleramt“ erklärt sie unterhaltsam und gut gelaunt, wie Politik tatsächlich funktioniert. Sie nimmt ihre Leser mit auf eine Reise von den Grundlagen der Demokratie bis zu den großen Fragen der Weltpolitik und liefert dabei immer wieder praktische Beispiele, die den Politikbetrieb erklären – von Pandemiebekämpfung bis Greenwashing. Nebenbei bietet sie einen „Schnellkurs Wirtschaft“ und Einblicke in die heutige Medienwelt. Wer dieses Buch gelesen hat, ist fit für jede politische Debatte! (Verlagsinfo)
Die Zielgruppe richtet sich deutlich an jüngere Menschen, die sich noch nicht mit diesem Thema auseinandergesetzt haben, oder wenig. Untermalt werden diese Erklärungen mit ironisch-witzigen Cartoons, die es noch einmal wenig auflockern sollen.
Um das Buch als „gut“ oder „schlecht“ einzuordnen, sollte man sich selbst an seiner persönlichen Erwartungshaltung orientieren. Als Sachbuch ist es vergleichbar mit einem kleinen Duden der Politik – konzentriert auf den Punkt gebracht und für junge Menschen durchaus unterhaltsam, lehrreich und auch der Humor kommt nicht zu kurz. Wer Marietta Slomka aus dem Fernsehen kennt – wird die Journalistin hier wiedererkennen. Ihr Stil ist manchmal „frech“ – direkt und verfügt über einen wundervollen, manchmal trockenen Humor.
Fazit
„Nachts im Kanzleramt“ ist das kleine 1×1 der politischen Begriffe, der unterhaltsame Duden für ein labyrinthisches „Who’s who“ und überhaupt ein wenig von wie, wo, was. Hervorragend, unterhaltsam und sollte sich bitte in den Schulen wiederfinden.